Von Psoriasis betroffene Körperteile


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Psoriasis hat je nach der betroffenen Körperstelle ein recht unterschiedliches Erscheinungsbild. Unter Umständen treten nicht immer dieselben Symptome auf, und es ist nicht immer dieselbe Behandlung sinnvoll.

 

Wenn Sie unter Psoriasis auf der Kopfhaut, den Nägeln, am Rumpf oder anderen Körperstellen leiden, können Sie auf den Link klicken und weitere Informationen lesen.

 

Siehen Sie dazu auch den Abschnitt zu Behandlungen.

 

Palmoplantare Psoriasis - Psoriasis der Hände und Füße

 

Bei ungefähr einem Viertel der an Schuppenflechte Erkrankten kommt es zur Beteiligung von Händen und Füßen. Plaques treten an den Handflächen und Fußsohlen, aber auch auf den Oberseiten auf.

Gleichzeitig können andere Körperstellen von Psoriasis vulgaris betroffen sein.

 

Durch Verdickung der Hornhautschicht kommt es häufig zu Hühneraugen und Schwielen. Bei der palmoplantaren Psoriasis nimmt die Haut stark an Dicke zu (Hyperkeratose), reißt manchmal ein und kann leicht gerötet erscheinen. Diese Eigenschaften sind eine Erklärung dafür, warum diese Krankheit mit einer Mykose, Ekzemen, einem Hautpilz oder sekundärer Syphilis verwechselt werden kann. Eventuell ist eine Hautbiopsie bzw. Serologie erforderlich, um diese Krankheiten auseinander zu halten.

 

 

Die äußerste Hornhautschicht ist an Händen und Füßen dicker als an anderen Körperstellen, da diese Körperbereiche größeren mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.


Psoriasis an den Händen und Füßen kann zu psychischen Problemen führen, besonders im Sommer, wo sie für andere Personen sichtbar ist. Auch Schmerzen und Entzündungen an Hautrissen können belastend sein.

 

Palmoplantare Psoriasis betrifft die Handflächen und Fußsohlen und manifestiert sich durch erythemato-squamöse (rote, schuppige) Läsionen. Die psoriatischen Plaques sind rund oder oval, deutlich abgegrenzt und mit weißlich-glänzenden Schuppen bedeckt, die der Plaque ein rissiges Aussehen geben. Gelegentlich bilden sich bei der palmoplantaren Psoriasis kleine, tiefe, gelbliche Pusteln, ein Zustand, der palmoplantare Pustulose genannt wird. Die Pusteln sind nicht infektiös und heilen von alleine ab.

 

Eine palmoplantare psoriatische Läsion tritt normalerweise isoliert auf, ist trocken, hart und leicht rötlich. Die Haut neigt zur Hornhautbildung und kann rissig werden.

 

Verhärtete Haut weist Schwielen auf, die von einem Ring stark verdickter Haut umgeben sind. Die Plaques sind rund und mit Schuppen bedeckt. Die Ränder können klar abgegrenzt oder eher fließend sein. Palmoplantare Psoriasis mit Pustelbildung zeichnet sich durch runde, deutliche rote Plaques aus, die mit kleinen, tiefen, nicht-infektiösen Pusteln bedeckt sind, welche sich von der Epidermis abtrennen und von alleine abfallen.

 

In Stichworten

  • An Händen und Füßen auftretende Läsionen sind sehr trocken und häufig infiziert oder rissig.
  • Die Diagnose wird erleichtert, wenn mehrere Hautpartien betroffen sind.
  • Palmoplantare Psoriasis kann die Lebensqualität entscheidend beeinflussen.
  • Die Behandlung kann lokal (topisch) oder in Fällen, bei denen die lokale Behandlung versagt hat und die Erkrankung durch Läsionen an anderen Körperteilen begleitet wird, systemisch erfolgen.

Welche Merkmale hat die palmoplantare Psoriasis?

 

Die Haut an Handflächen und Fußsohlen ist dicker als an anderen Körperstellen. Ebenso treten bestimmte Keratintypen auf, die nur hier vorkommen. An Händen und Füßen auftretende Läsionen sind sehr trocken und häufig infiziert oder rissig. Die Patienten haben oftmals Schmerzen.

 

Palmoplantare Psoriasis neigt häufig zur Pustelbildung; die Pusteln sind zunächst durchsichtig, später weiß und bilden schließlich dunklen Schorf. Allgemein sind Hände und Füße gleichzeitig betroffen, es kommt aber auch vor, dass sich die Erkrankung auf einen einzigen Bereich beschränkt. Bei Befall der Hände treten Läsionen nur an den Handflächen auf; falls es auch auf dem Handrücken zu Plaquebildung kommt, handelt es sich bei der Erkrankung nicht um palmoplantare Psoriasis, sondern um einen anderen Psoriasistyp.

 

Ist die Diagnose von Hand- und Fußläsionen schwierig?

 

Die Diagnose von palmoplantarer Psoriasis ist einfach, wenn Plaques an mehreren Stellen auftreten. In den meisten Fällen genügt eine Untersuchung der Läsionen durch den Arzt. Allerdings ist es manchmal schwierig, Psoriasis von palmoplantarer Pustulose zu unterscheiden, die ebenfalls die Handflächen befällt.

 

Es ist also eine Verwechslung mit Ekzemen möglich, auch wenn Ekzeme wesentlich stärker jucken als Psoriasis. Das Ekzem kann von Blasen begleitet sein, die kleiner sind und zwischen den Fingern auftreten. Psoriasis an den Fußsohlen kann mit einer Mykose verwechselt werden, so dass der Arzt über einen Test abklären wird, ob eine Pilzinfektion vorliegt.

 

Bei Kindern kann Psoriasis mit einer juvenilen Plantardermatose verwechselt werden, deren Symptome extrem trockene Haut und Risse an den Fußgewölben sind.

 

Führt palmoplantare Psoriasis zu einer starken Behinderung?

 

Palmoplantare Psoriasis kann die Lebensqualität bedeutend beeinflussen. Läsionen an der Hand können die Ausführung von manuellen Arbeiten behindern. Sogar das Anziehen kann Probleme bereiten, wenn sich Gewebefäden an der Haut verfangen.

 

Einige Stoffe, wie Spül- und Reinigungsmittel, reizen die Hautläsionen und hindern diese am Abheilen. Es sollte auf allzu häufige Handwäsche und auf die Verwendung von heißem Wasser, das die Haut austrocknen lässt, verzichtet werden.

 

Kontakt mit Reinigungs-, Lösungs- und Desinfektionsmitteln vermeiden, da diese die Hautreizung erhöhen. Ausreichend große, mit Baumwolle gefütterte Handschuhe tragen, die vor Perspiration schützen. Risse an den Füßen können besonders schmerzhaft sein. Dünne Socken und offene Schuhe sind zu empfehlen.


Der Teilnahme an Sport und körperlichen Aktivitäten steht nichts im Wege. Das chlorhaltige Wasser in Schwimmbädern kann jedoch zu Reizungen und Aufweichung der Haut führen, besonders bei zu langem Aufenthalt im Wasser. Sportarten, die einen großen Druck auf die Füße ausüben, wie zum Beispiel Tennis, können ebenfalls zu Schmerzen führen. Die Füße sollten nach dem Sport unter kaltem Wasser abgespült werden. Anschließend trockene Socken anlegen.

 

Wie wird palmoplantare Psoriasis vorwiegend behandelt?

 

Zunächst sollte die Reizung der Haut and Handflächen und Fußsohlen vermieden werden. Das zum Waschen verwendete Wasser darf nicht zu warm sein, und alles, was Reibung auf der Haut erzeugt, ist zu vermeiden.

 

Ihr Arzt kann Hydrocolloidverbände verschreiben, wie sie normalerweise für die Behandlung von Beinulzera verwendet werden und die mit einer heilenden Substanz versehen sind. Diese unterstützen den Heilprozess der Läsionen, vermindern den Juckreiz und das Reiben der Schuhe.

 

Auch die lokale Medikation, wie z.B. mit Kortikosteroiden, steht zur Verfügung. Die äußerste Hornschicht der Haut ist an Handflächen und Fußsohlen dicker, so dass das Medikament an dieser Stelle nicht so gut absorbiert wird wie in anderen Bereichen. Daher verschreiben Mediziner die Kortikosteroide in Fällen, in denen sich kein Heilerfolg einstellt, für die Anwendung unter Verbänden. Auch Vitamin-D-Derivate und lokale Retinoide werden gelegentlich verschrieben, auch wenn ihre Wirkung nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Schließlich können Sitzungen der PUVA-Therapie verschrieben werden, falls die lokale Behandlung erfolglos bleibt.

 

Die systemische Behandlung ist bei palmoplantarer Psoriasis nur angezeigt, falls sich kein Heilerfolg einstellt und Plaques in anderen Körperbereichen auftreten.

 

Mit Dank an Professor Frédéric Cambazard, Leiter der Dermatologischen Klinik des Universitätskrankenhauses Saint-Etienne.

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