Psoriasis kann Angst und Depression auslösen

 

Wie bei allen chronischen Erkrankungen beeinflusst die Schuppenflechte das soziale und berufliche Leben sowie das seelische Gleichgewicht des Patienten.

 

Obwohl die Krankheit nicht lebensbedrohlich ist, bewirkt die Auffälligkeit der Psoriasis oft ein herabgesetztes Selbstwertgefühl.

 

Viele Patienten geben an, dass sie lieber "eine schwerere, aber unsichtbare Krankheit hätten als Schuppenflechte."

 

Untersuchungen haben ergeben, dass Psoriasis-Patienten oft unter Angst bzw. Depressionen leiden, begleitet von Selbstmordgedanken (1). Psoriasis hat tatsächlich einen genauso schwerwiegenden Einfluss auf Depressionen und Selbstmordgedanken wie ernsthafte, chronische, gesundheitsbedrohende Krankheiten. Das Gefühl der Mutlosigkeit und die Gefahr von Depressionen nehmen zu, wenn die Schuppenflechte über lange Zeit präsent war.

 

Psoriasis und Depression 

Psoriasis wird bekanntlich in vielen Fällen auch durch Juckreiz begleitet, wobei es einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Depressionen und der Intensität des Juckreizes gibt. Patienten, die unter schwerwiegenden Depressionen leiden, empfinden oft auch einen stärkeren Juckreiz.

 

Psychotropische Medikation (unter Einsatz von Antidepressiva und Anxiolytica) kann in Fällen von Depression oder starken Angstzuständen hilfreich sein.

 

Auch wenn die Psoriasis zu Angstzuständen und Depressionen führen kann, sollten Hautärzte und Psychiater psychologische Schwierigkeiten nicht unterschätzen, die bereits vor dem Auftreten der Psoriasis präsent waren. Es kann schwierig sein festzustellen, ob Depression und Angst schon früher vorhanden waren oder eine Folge der Erkrankung sind.

 

Eine Psoriasis-Erkrankung, die in der Kindheit und in den jungen Erwachsenjahren beginnt, ist eine große Belastung. Durch die täglichen Einschränkungen durch Therapien, fehlendes Selbstvertrauen und Beziehungsschwierigkeiten, die mit der Schuppenflechte einhergehen, verkriechen sich einige Patienten hinter einer "Schutzmauer", um sich emotional abzuschirmen. Sie weigern sich, ihre Gefühle mitzuteilen und vermeiden Beziehungen zu anderen Menschen.

 

Referenzen:

1) Bhosle et al., Health Qual Life Outcomes, 2006.

 

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